GegenWind Saarland





Willkommen!

Immer mehr Menschen im Saarland spüren, dass die ständig zunehmende Zahl von Windkraftanlagen inzwischen solche Dimensionen erreicht hat, dass es für die Menschen und für die Natur nicht mehr zumutbar ist.

Die Energiewirtschaft erhielt im Jahre 2011 durch Beschluss der Bundesregierung nach dem Reaktorunfall in Fukushima (Japan) eine neue Ausrichtug, die von einer großen Mehrheit in der Bevölkerung begrüßt wurde. Durch diesen Paradigmenwechsel ergaben sich neue Gewinner und Verlierer. Wer jetzt Land- oder Waldflächen besitzt, wo ausreichend Wind weht, kann als Verpächter für jedes Windrad je nach Windhöffigkeit 30.00 bis 80.000 EURO jährlich an Pachtzahlungen erzielen, und das für 20 Jahre und länger. Auf der anderen Seite werden erhebliche Schäden an der Natur in Kauf genommen, ebenso massive Gefährdungen der Gesundheit und der Vermögenswerte für die Menschen im Umfeld der Windkraftanlagen.

Zur Finanzierung dieses politisch gewollten Projekts wurden jeder Haushalt und der Großteil der Wirtschaft im Rahmen des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) verpflichtet, im Rahmen einer Umlage die neu entstehenden Kosten der Energiewende zu tragen. Nach anfänglich noch überschaubaren Kosten belastete die  EEG-Umlage im Jahre 2016 jeden Haushalt bereits mit rund 240 EURO, Tendenz weiter ansteigend. Die rund 450.000 Haushalte im Saarland zahlten also in 2016 eine Summe von über 100 Millionen Euro! Zusammen mit den Unternehmen sollen es rund 250 Millionen Euro gewesen sein. Diese Dimensionen und die mangelhafte Zuverlässigkeit der Windkraftanlagen (WKA) zeigen, dass das EEG inzwischen zur Umverteilungsmaschine degeneriert ist.

Bei ihrem Beschluss im Jahre 2011 hatte sich die Bundesregierung sicherlich von vielen Energie-Fachleuten beraten lassen, aus heutiger Sicht wohl überwiegend von Vertretern der Windkraft. Dabei wurden wichtige offene Fragen einfach ausgeklammert in der Hoffnung, dass die technische Entwicklung schon bald die notwendigen Lösungen bringen würde. So wurde nur unzureichend diskutiert, wo der Strom bei Windstille herkommen soll, wie Stromüberschüsse gemanaged werden sollen und wie der sog. Öko-Strom effizient gespeichert werden kann. Eine typisch politische Lösung!

Inzwischen wurden rund 30.000 Windräder in Deutschland installiert, doch müssen bis heute weiterhin konventionelle Kraftwerke am Netz bleiben, um dann einzuspringen, wenn keine Sonne scheint, wenn kein Wind weht oder wenn sogar zu viel Wind weht. Erneuerbare Energien können also nicht zuverlässig liefern, Sie benötigen die Unterstützung durch Atom, durch Kohle, durch Öl und Gas. Diese höchst unwirtschaftliche Stand-By-Funktion grundlastfähiger Kraftwerke verteuert den Strom zusätzlich. Für jedes zusätzliche Windrad muss also auch mehr konventionelle Kraftwerkskapazität vorgehalten werden, um es bei Windstille zu ersetzen.

Die 2. EEG-Novelle, die zum 1. August 2017 in Kraft treten wird, versucht zwar dem Problem einer unerwünschten, jedoch immer noch zunehmenden Überproduktion von Wind-Strom entgegenzuwirken, indem der Staat per Ausschreibungsverfahren darüber bestimmen wird, wann wieviel Windkraftkapazität zusätzlich "eingekauft" werden soll. Bei diesem grundsätzlich sinnvollen Bremsmanöver des BMWi intervenierten jedoch die windschwachen Südländer (u.a. das Saarland) so lange, bis ihnen 40% vom EEG-Kuchen zugesichert wurden. Im Klartext:"Wir wollen auch ein Stück vom Kuchen, selbst wenn Windräder bei unserer Lage eigentlich keinen Sinn machen." Dass von diesem technisch unsinnigen Verteilungskampf auch viele Menschen negativ betroffen sind, interessierte die Ministerpräsidenten dabei nicht, aus welchen Gründen auch immer. So mutierte eine anfangs gute Idee mit sinnvoller Anschubfinanzierung zu einer staatlich gelenkten Planwirtschaft mit starkem Selbsterhaltungstrieb, die fast nur noch im Umverteilungsmodus läuft.

Ob es für unser Bundesland überhaupt sinnvoll ist, angesichts der hohen Bevölkerungsdichte, abnehmender Akzeptanz in der Bevölkerung und ungelöster technischer und wirtschaftlicher Probleme weiterhin in Windkraft zu investieren, diese Frage wird von der Großen Koalition auf Landesebene weiterhin ignoriert. Deshalb bilden sich mit jedem neuen Windkraftprojekt auch neue Bürgerinitiativen, die sich dagegen auflehnen und es nicht hinnehmen wollen, dass durch rigide Bundesgesetze und durch eine bewusst(?) untätige Landesregierung die legitimen Interessen der Bürger verletzt werden.

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Diese Website stellt Informationen bereit, die sich sachlich-kritisch mit den Problemen der Windenergie und deren Genehmigungsverfahren auseinandersetzen. Darüber hinaus dokumentiert diese Website Aktivitäten der Arbeits- und Aktionsgemeinschaft "Gegenwind Saarland", einem Zusammenschluss saarländischer Bürgerinitiativen und Vereine, die sich gegen unvernünftige und unsinnige  Windkraftprojekte zur Wehr setzen. Ziele dieser Arbeitsgemeinschaft sind die gegenseitige Unterstützung mit dem notwendigen Knowhow sowie konzertierte Aktionen auf der landespolitischen Ebene. Die konstituierende Sitzung fand am 10. November 2016 in der Stadthalle Dillingen statt. Zu Sprecher gewählt wurden Christel Ehre und Jacob Fuhrmann, beide von der "BI Gegenwind-Wallerfangen". Außerdem gehören zum Aktionsteam Horst Siegwart (Fröhner Wald e.V.), Edgar Jungmann (Windpark Primsbogen - Beckingen) und Jörn Wallacher (IG Pfaffenkopf / Von-der-Heydt).

Diese Website ist politisch unabhängig. Ihr Ziel ist eine sachliche Information zum Thema Windkraft. Dazu liefert sie u.a. Informationen über die im Saarland gültigen Rechtsgrundlagen sowie über windkraft-orientierte Publikationen in der Presse, in Fernsehen und Rundfunk sowie im Internet.

Diese Website bemüht sich um eine korrekte Darstellung von Fakten und Zusammenhängen. Wenn Sie dennoch irgendwo sachliche Fehler  finden, geben Sie uns Bescheid mit kurzer Erläuterung. Wir werden das dann gerne prüfen und ggfls. korrigieren.

Weil die Erneuerbaren Energien (EE) seit Jahren, spätestens seit 2011, sehr mächtige Lobby-Organisationen  aufgebaut haben, soll diese Website die andere Seite der Medaille aufzeigen, nämlich welche Auswirkungen Windkraftanlagen (WKA) auf die Natur und die Menschen vor Ort haben.

Wenn Sie als Vertreter von Bürgerinitiativen sich mit uns in Verbindung setzen oder uns über Ihre Termine informieren möchten, Fragen oder Anregungen haben, schreiben Sie uns einfach eine Mail. Die Adresse finden Sie unten auf dieser Seite.

Jacob Fuhrmann


eMail: info(at)gegenwind-saarland.de

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